SWR / ARD Wissen
SWR / ARD Wissen
Tobias Krell
Antonia Simm
Thomas Spitschka
Florian Kohlert
Florian Eckenweber
Rebecca Steinke
Jonas Gernstl
Oliver Gernstl
Martin Tischner
Stefan Busse
Christine Seidemann
100 Jugendliche gehen offline
Dreiteilige Dokuserie in der ARD Mediathek
In „Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell“ wagen 100 Schüler*innen gemeinsam mit Tobi Krell ein außergewöhnliches Experiment: 22 Tage lang verzichten sie auf ihre Smartphones. Ein Wissenschaftsteam begleitet das Experiment und untersucht unter anderem, wie sich der Verzicht auf Schlaf, Bewegung, Konzentration und Stimmung auswirkt.
Wissenschaft trifft dabei auf persönliche Geschichten und ein Thema, das Familien, Schulen und Gesellschaft gleichermaßen beschäftigt.
Wie erzählt man ein Experiment mit rund 100 Schülerinnen so, dass einzelne Geschichten nicht untergehen? Die Herausforderung bestand darin, aus einer großen Gruppe starke Protagonistinnen herauszuarbeiten und ihre persönliche Entwicklung über die 22 Tage hinweg nachvollziehbar zu machen.
Gleichzeitig sollte die wissenschaftliche Begleitung mehr sein als bloße Erklärung: Die Untersuchungen und Ergebnisse mussten verständlich, visuell und dramaturgisch so in die Erzählung integriert werden, dass Wissenschaft und Emotion miteinander funktionieren – ohne den dokumentarischen Blick auf die Jugendlichen zu verlieren.
In der Gruppe ohne Smartphone verbesserten sich Angst- und Depressivitätswerte gegenüber der Kontrollgruppe statistisch signifikant. Viele Jugendliche berichteten außerdem von besserem Schlaf, und die mit Bewegungssensoren ausgestatteten Teilnehmer*innen waren während der handyfreien Zeit häufig deutlich aktiver.
Auch im Alltag waren die Veränderungen sichtbar: Die Jugendlichen verbrachten mehr Zeit miteinander und mit ihren Familien, entdeckten neue Beschäftigungen und beschrieben das Gefühl, wieder stärker im Moment zu sein. Das Experiment wurde über die dreiteilige ARD-Wissen-Serie hinaus zum Ausgangspunkt für die bundesweite ARD-Aktion „Wochenende Offline“, die Familien, Schulklassen und Teams dazu einlädt, den Selbstversuch selbst auszuprobieren.